Reise zum WBF-1875 Weltraumbahnhof Morgenröthe-Rautenkranz

Ein Reisebericht:

Es war einmal…
So könnte dieser Reisebericht in eine vergangene Zeit beginnen.


Es war Dezember, eisig Kalt und wir testeten das erste mal unser Winter-Outfit, was im Nachhinein für diese Temperaturen nicht geeignet war. Darum schauten wir etwas „eingepackt“ und erfroren aus.
Aber dies nur vorab.

Unsere Freunde von Steamworic” aus dem schönen Frankenland schrieben uns an, ob wir nicht spontan Lust hätten auf ein Steampunk-Abenteuer. Wir standen voll in der Planung für unsere Ausstellung, zu der wir 1 Woche später aufbrachen und noch am bauen, packen, planen. Aber das wollten wir uns nicht entgehen lassen.

Es ging ins Erzgebirge, genauer gesagt nach Muldenhammer zur Pension Weltraumbahnhof WBF-1875 bei Morgenröthe-Rautenkranz. Alleine schon der Ort machte uns Neugierig. Was hätten wir zu erwarten?

Das was wir beim eintreffen vorfanden, genügt der Beschreibung „Liebevoll eingerichtet“ überhaupt nicht. Es war MEHR!

Eine Pension, komplett eingerichtet und gestaltet im Steampunk Style. Wahnsinnig viele Details, welche man erst nach und nach entdeckt. Jedes Zimmer in einem anderen Look eingerichtet. Antik mit moderner Technik gemischt, aber so, dass man es nicht bemerkte.

Vom Schlafzimmer, Badezimmer, Gänge, Amtszimmer für die Anmeldung, einem großen Raum um Abends gemütlich zusammen zu sitzen und einem Gastraum für Speisen und Getränken… Alles mit einem warmen Charme eingerichtet. Man fühlte sich sehr wohl, wie zuhause!
Auch das Frühstücksbuffet war abwechslungsreich und reichlich. Wir vermissten NICHTS!

Es gibt auch ein barrierefreies Zimmer mit großem Bad und Rampe.

Aktuell wird ein Eisenbahnwagon vor der Pension umgebaut.

Am nächsten Tag ging es nach Schönheide um in einer historischen Dampflok zu fahren. Im Wagon musste erst ein kleiner Ofen angeheizt werden, damit es drin schön warm wurde. Es war sehr romantisch.

Danach ging es weiter zu einem Weihnachtsmarkt in Schwarzenberg!
WOW! Ein Weihnachtsmarkt im Erzgebirge mit Mittelalterständen. Eine schöne Stadt, historisch schön, toller Weihnachtmarkt, gutes Essen und viel Musik und Unterhaltung.

Die An- & Abfahrt war allerdings spektakulär.
Unser „Tour-Guide“, der hier aufwuchs, aber nun in Franken lebt, führte uns über Straßen und Wege, die ich im Nachhinein nur mit einem Bergepanzer befahren würde. Aber wir würden es vermissen, wenn wir nicht gefahren wären 😉 Eisige, verschneite Straßen, teils ohne Mittellinie, so Eng. Davon abgesehen, dass man die Mittellinie nicht gesehen hätte 😉

Aber wir kamen gut in unserer Pension an. Durchgefroren, da wie oben beschrieben, unser Steampunk-Outfit zwar für kühles Wetter geeignet war, aber nicht den dortigen sibirischen Winter stand hielt 😉 Es war die Härteprobe für 10 Tage Dortmund, wo wir wenige Tage später unsere Kuriositäten-Ausstellung „Meisterdiebe“ in einem Zelt präsentierten.

Am nächsten Tag – es war nach 2 Nächten der Abreise Tag – ging es nach einem tollen Frühstücksbuffet zu Fuß 400m zur „Deutschen Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz e.V.“
Unser erster Eindruck beim gang dahin zugegeben ein „Naja, was kann da schon sein!“ Aber wir wurden eines Besseren belehrt.
Eine tolle Ausstellung über Sigmund Jähn, den ersten und einzigen Kosmonauten aus der damaligen DDR und weitere Ausstellungsstücke wie ein Stück der russischen Raumstation MIR, welche begehbar war. Es gab ein kleines Kino mit einem wirklich interessantem Film und sehr viel anzusehen. Definitiv einen Besuch wert.

Um es kurz zu machen – wer ließt schon gern lange Texte – ging es dann zurück ins Zimmer, packen, umziehen, Abreise.

Ein tolles Wochenende mit tollen Freunden. Wahnsinnig viel gesehen und erlebt. Danke, dass ihr uns eingeladen habt mit zu kommen. Das war es definitiv Wert!

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